Einwanderungsbehörde

Zwangsläufiges warten… [Bild: János Zillger, Tansania, 01/2016]

Vor einigen Tagen hat Dr. Daniel Ndimbo einen Anruf von der Einwanderungsbehörde erhalten.  Diese hat Vinzenz und mich umgehend zu sich ins Büro vorgeladen. Sie haben von unseren Aktivitäten in Ndingine erfahren und monieren nun, dass wir über kein Arbeitsvisum verfügen.  Notgedrungen nehmen wir die stressige und kostspielige Fahrt mit dem Auto nach Mbamba Bay in kauf, da uns andernfalls Gefängnis oder noch schlimmeres droht. Das Arbeitsvisum kostet laut Daniel 200 US Dollar pro Person und gilt nur für drei Monaten. Horror….. Daniel beruhigt uns sogleich wieder mit seiner unnachahmlichen Art und versichert uns, dass er mit der entsprechenden Geschichte den Preis sicherlich drücken kann á la hakuna matata.

Die Einwanderungsbehörde ist sehr schön, direkt am Njassasee gelegen. Dort angekommen stellt Daniel Ndimbo uns den beiden freundlichen Beamten vor und erläutert in tansanischer Ausführlichkeit, weshalb Vinz und ich in Tansania sind. Zum Abschied danken uns die jungen Beamten für unser kommen und heißen uns  in Tansania Willkommen. Sie lassen uns wissen, dass sie gar nicht befugt seien uns ein Arbeitsvisum auszustellen. Dies könne nur ihr Chef, dieser sei aber gerade zu Tisch gegangen. Hilfsbereit händigen sie uns dessen Handynummer aus. Nach mehreren vergeblichen Versuchen erreicht Daniel den Chef der Einwanderungsbehörde, um von diesem zu erfahren, dass er sich auf dem Weg nach Mbinga befindet.

So fahren wir unverrichteter Dinge, ohne ein Arbeitsvisum, wieder nach Liuli. Ein gutes hatte die Fahrt nach Mbamba Bay dennoch, da wir letztendlich doch kein Arbeitsvisum benötigten bzw. hatten. Ende gut, alles gut! Halt Tansania. Es gibt kein Problem, was sich nicht lösen lässt. [JZ, 01/2016]